Wir über uns

Gegründet wurde der Verein 1991, doch da er aus der Fachgruppe Numismatik im Kulturbund der DDR hervorgegangen ist, existiert die Sammlergruppe kontinuierlich seit 1967, also inzwischen nahezu 50 Jahre.

Ab Januar 2017 besteht der Verein aus 34 Mitgliedern, deren Heimatorte im Umkreis von 50 Kilometern um Herzberg herum zwischen Jüterbog im Norden, Prösen, Wainsdorf und Hirschfeld im Süden und Hohenbucko im Osten liegen.

Auch wenn wir keiner überregionalen Dachorganisation angehören, pflegen wir Kontakte in verschiedener Form zur DNG (Deutsche Numismatische Gesellschaft, zum Beispiel durch Besuch der Mitteldeutschen Münzsammlertreffen), zur SNG (Sächsische Numismatische Gesellschaft) und zu den Arbeitskreisen Sächsische Münzkunde, Brandenburg/Preußen und Mittelalternumismatik.

 

Gruppenbild zur Festveranstaltung "40 Jahre Herzberger Münzfreunde" am 16. Juni 2007 vor dem Rathaus der Stadt Herzberg (E.)  -   Foto Sven Gückel
Gruppenbild zur Festveranstaltung "40 Jahre Herzberger Münzfreunde" am 16. Juni 2007 vor dem Rathaus der Stadt Herzberg (E.) - Foto Sven Gückel

Sporadische Einblendungen aus der Vereinsgeschichte sollen auch unsere Mit-glieder animieren, regelmäßig und nicht zu selten unsere Webseite aufzu-schlagen.

Jubiläen

Jubiläen werden gern zu Höhepunkten des Lebens gestaltet. Unvergesslich bleibt uns die Festveranstaltung zum vierzigjährigen Bestehen des Vereins am 16. Juni 2007 im Gewölbekeller des Rathauses mit  Erscheinen einer Gussmedaille von Peter-Götz Güttler auf unser Ereignis, mit prominenten Ehrengästen, einem Festvortrag und anschließendem Festessen.

Zwei Jahre später folgte die 825-Jahr-Feier unserer Heimatstadt Herzberg. Die Münzfreunde haben ihren spezifischen Beitrag in verschiedener Art beigesteuert: Auch auf dieses Ereignis hat Güttler eine schöne Medaille geschaffen, eine Prägemedaille und unser zugehöriges Schauprägen hat es außerdem gegeben, wir haben unsere Festschrift herausgebracht, haben im Trauzimmer des Rathauses eine sehr ansprechende Ausstellung gestaltet,  und im Festumzug haben unser schön gestalteter Leiterwagen und seine "Mannschaft" Aufmerksamkeit erregt.

Heimatfreund Wolfgang Klee hat einen Film vom Fest gedreht, in welchem die Münz-ausstellung breit und das Schauprägen zu sehen sind. Von letzterem ist hier ein kleiner Ausschnitt zu sehen. [Klicke zum Start auf das Dreieck! Rechtes Quadrat anklicken, bedeutet "Vollbildmodus".]

Das große Wort "Forschung" beansprucht unser Verein zu Recht.

In der Navigationsleiste fanden sich unter diesem Stichwort bisher zwei Schwer-punkte, doch vom Fortschritt eines dritten wird künftig noch viel zu berichten sein. Aber daneben gab es im Laufe der Jahrzehnte viele kleine Kapitel, mit denen sich unsere Mitglieder intensiv beschäftigt haben. Zusammengefasst sind all diese forschenden Aktivitäten in der Festschrift.

Sammeln - Forschen - Gestalten

Dieser Dreiklang beherrschte schon zu Zeiten der DDR das Tun der in den Kultur-bund-Fachgruppen organisierten Münzfreunde. Auch heute haben diese Stufen-schritte für viele Sammler noch ihre Bedeutung, wenn auch die Gestaltung einer Sammlung in Form eines Ausstellungsobjektes für viele unserer Mitglieder nicht unbedingt das Ziel ihres Strebens mehr ist. Doch auch ein bebilderter Vortrag über ein erfolgreich bearbeitetes Sammelgebiet entspricht der dritten Stufe "Gestalten".

Nach dem Anhäufen von Münzen zum Beispiel entsprechend eines Kataloges, also nach einem materiellen Gewinn, haben wir durch die Erforschung der Herkunft, der Einordnung und von Anlass, Sinn und Zeitpunkt der Herausgabe unserer Sammel-objekte und ihres inneren Zusammenhangs, ob Münzen, Medaillen oder Geld-scheine, auch den geistigen Gewinn, der uns tiefere Befriedigung bringt.

Exemplarisch am "Pferd" ist zu erkennen, wie aus einer reinen Motivsammlung nach ihrer gründlichen und qualifizierten Durcharbeitung eine thematische Sammlung geworden ist. So verbirgt sich hinter mancher Sammlung die erfolgreiche individuelle Forschung.

Warum haben wir keinen Grund, Überalterung und Mitgliederschwund im Verein zu beklagen? (Wie das aus vielen anderen gleichartigen Vereinen zu hören ist.)

Vielleicht liegt die Antwort in der Vielfalt unseres Tuns.

Neben Sammeln, Forschen und Gestalten können wir auf Vorträge von namhaften Referenten verweisen, die auch von breiter Öffentlichkeit beachtet worden sind. Natürlich bilden die jährlichen eigenen Auktionen immer einen stimmungsvollen Höhepunkt im Vereinsjahr. Dann sind es die jährlichen oft mehrtägigen Exkursionen, fast immer mit einem numismatischen Ziel, die auch die Partnerinnen einbeziehen. Nicht zuletzt ist es die nachhaltige praktische Tätigkeit des Prägens von Medaillen, die zunächst den Akteuren Spaß macht, dann ein von der Bevölkerung und im Verein begehrtes Produkt liefert, mit dem wir unsere "Spuren hinterlassen" und zuletzt in der Regel einen kleinen finanziellen Überschuss beschert, der zur Finan-zierung schon der nächsten Exkursion beiträgt.

Haben wir als e. V. 1991 mit 24 Mitgliedern begonnen, so zählten wir zuletzt mehrere Jahre 29, doch mit dem 01.01.16 stehen 33 Namen in der Mitgliederliste. Unser Durchschnittsalter beträgt momentan 58 Jahre.

Mit der Hammerprägung begannen wir 1984 unser Medaillen-Programm.

Mitglieder des Präge-Teams 25 Jahre später beim Festumzug am 18. Juli 2009 ("825 Jahre Herzberg")

 





(Foto Sven Gückel)

Die Vielfalt des 23. Mitteldeutschen Münzsammlertreffens vom 12.-14. Juni 2015 in Pirna widerspiegelt sich in bleibenden schönen Erinnerungen der Teilnehmer, in unzähligen Bildern (eine große Serie stammt von Matthias Koksch) und im Erscheinen dreier bemerkenswerter Bücher aus diesem Anlass (und Verkauf an diesen Tagen mit Signaturen durch die Autoren bzw. Herausgeber): "Studien zur Oberlausitzer Numismatik" (redaktionelle Leitung Lars Gunter Schier), "Grossus March Misnensis" (der neue "Krug" für Groschenmünzen der Wettiner, Autor Holger Mehner) und "Die Medaillen der Sächsischen Numismatischen Gesellschaft e. V. 1989-2015" (Hg. SNG). Im letzteren hatten die Herzberger Münzfreunde die Möglich-keit, sich in einer Anzeigenseite darzustellen, deshalb hier diese lange Berichts-passage.

Nicht nur bei "Wir über uns" liest man viel von den positiven Seiten unseres Vereins und seinen Erfolgen. Gibt es auch Negatives? - Wer schreibt schon gern über Miss-erfolge und Niederlagen, gar über eigene Fehler?!

Über das verhinderte Projekt einer Prägemedaille zur Landesausstellung (das aus Sicht sowohl des Vereins als auch vieler Kaufinteressenten zum Erfolg geworden wäre) ist an anderen Stellen nachzulesen.

Hier soll erstmalig  eine Niederlage schon in der Mitte der neunziger Jahre dargestellt werden. (Auch die Mitglieder wissen davon kaum, da die Bemühungen zunächst auf den Vorstand beschränkt geblieben waren.) Damals wurde das Sparkassengebäude in Herzberg neu errichtet. Inspiriert durch "Das Fenster" der Kölner Sparkasse bemühten wir uns um die Präsentation einer kleinen wechselnden numismatischen Ausstellung in einem Fenster unserer Sparkasse (um nicht auf die Betrachtungs-möglichkeit  nur während der Öffnungszeiten beschränkt zu bleiben). Unsere Ideen, was die Präsentation auf senkrechter Fläche, die Beleuchtung, die günstige Besichtigungsweise von der Straße aus, den einfachen Wechsel etwa aller sechs bis acht Wochen, die möglichen Themen, die Einbeziehung vieler Vereinsmitglieder und anderes betrifft, waren fundiert und die Vorbereitungen weit fortgeschritten, aber eine Genehmigung seitens des Leiters der Hauptgeschäftsstelle in Herzberg und von Vorstandsmitgliedern der Kreissparkasse Elbe-Elster aus Finsterwalde haben wir trotz intensivster Bemühungen nie erhalten. Nicht nur, weil auch alte Münzen in die Sparkasse passen - vor allem Fragen der Sicherheit hatten uns zur Wahl gerade dieses Standortes veranlasst.

 

An Themen hätte es uns im ersten Jahr sicher nicht gemangelt. Hier nur einige, für die bereits Material vorlag bzw. beschafft worden war:

* Der Pfennig in der Vielfalt seiner Geschichte über 1200 Jahre

* Herzbergs Partnerstädte (Büdingen und Soest) und ihre Notgeldmünzen

* Münzen und das Geldwesen allgemein auf Briefmarken

In der unbefangenen Rückschau wird jedoch klar, dass uns vermutlich nach wenigen Jahren "der Atem ausgegangen" und die Last der übernommenen Aufgabe bald auf wenigen Schultern ruhend verblieben wäre.

Dauerhaft zu beklagen hingegen bleibt der Umstand, dass laut Vereinssatzung die Mitgliedschaft des Vereins in überregionalen Gesellschaften der Zustimmung von zwei Dritteln der abstimmenden Mitglieder bedarf. Für eine Satzungsänderung allerdings gibt es die gleich hohe Hürde. Zwei Versuche des Vereinsvorsitzenden, die Aufnahme des Vereins in der DNG zu beantragen, sind daran gescheitert.

Wenigstens aus Sicht des Vereinsvorsitzenden ist die betreffende Passage der Satzung also ein bedauerlicher aber kaum zu korrigierender Fehler.

 

Aktuelle Termine

Samstag, 16. Dez. 2017

Jahresabschluss des Festjahres - mit Partnerinnen

(19:00 Uhr "Frohes Schaffen")

Freitag, 19. Januar 2018

19:00 Uhr Vereinslokal "Frohes Schaffen"

Mitgliederversammlung

mit Vorstands-Neuwahl

 

Nützliche Links